Einkommensteuer

 

Unternehmer und Selbständige haben mehr Möglichkeiten als Angestellte, Einkommensteuer zu sparen. Dazu sollten sie prüfen, ob bestimmte Gestaltungen für sie geeignet sind.

 

 

Zeitwertkonto

 

Mit Zeitwertkonten können Angestellte Einkünfte in die Zukunft verlagern indem, sie „vorarbeiten“ und das Unternehmen die verdienten Stunden auf einem gleitenden Zeitwertkonto verbucht. Die verbuchten Zeiten werden entweder später abgebummelt, in einem Sabbatical Jahr verbraucht oder ausgezahlt. Das Zeitguthaben gilt bis zur Auszahlung nicht als steuerpflichtiges Einkommen.

 

Das Zeitguthaben muss allerdings sicher angelegt werden, also  gegen Insolvenz des Unternehmens und Anlagerisiken, etwa Kursverluste, abgesichert werden.

 

Zeitwertkonten dürfen auch Gesellschafter-Geschäftsführer unterhalten: solange sich die Vergütungen im angemessenen Rahmen halten, senken die Rückstellungen in der Gegenwart den Ertrag, während der Zufluss an den Geschäftsführer erst in der Zukunft besteuert wird.

 

 

Betriebsrenten

 

Pensionszusagen für Geschäftsführer oder auch Betriebsrenten für Mitarbeiter können für das Unternehmen interessant sein, wenn die Pensionsverpflichtungen über Rückstellungen bilanziert werden und damit den zu versteuernden Gewinn verringern. Allerdings darf eine GmbH eigenfinanzierte Pensionszusagen für Geschäftsführer nicht beliebig gewähren: für neue Gesellschaften gilt ein Sperrzeit von fünf Jahren, für ältere GmbH mit einem neuen Geschäftsführer von drei Jahren. Sollten diese Zeiten nicht eingehalten sein, wird die Rückstellung im Ergebnis nicht anerkannt. Günstiger ist daher oft, verfrühte Zusagen aufzuheben, die Rückstellung aufzulösen und mit neuer Zusage neue Rückstellungen zu bilden. Aber auch späte Rentenzusagen werden steuerlich nicht berücksichtigt, wenn der Begünstigte die Rente in seiner restlichen Dienstzeit nicht mehr erdienen kann.

 

 

Bei der Gewährung von Betriebsrenten ist zu beachten, dass die steuerlich zulässigen Rückstellungen zur Zeit nicht ausreichen, um den zugesagten Rentenbedarf abzudecken. Falls die Betriebsrenten im Fall eines Unternehmensverkaufs auf einen externen Rententräger ausgelagert werden sollen, führt dies regelmäßig zu Prämiennachzahlungen oder im Fall einer Reduzierung des Rentenanspruchs zu einer steuerlichen Belastung.

 

 

Ausschüttungen und Entnahmen

 

Solange Unternehmensgewinne im Unternehmen bleiben, werden sie nur mit 28,25% besteuert. Dies ergibt sich für Kapitalgesellschaften aus dem Satz der Körperschaftsteuer sowie der Gewerbesteuer bis zu dieser Grenze als Maximalbelastung. Personengesellschaften sind dem gleichgestellt. Werden Gewinne aber ausgeschüttet (GmbH, AG) oder entnommen (KG, OHG), steigt der Satz auf 45 % (jeweils zuzügl. Soli)

 

Umgekehrt kann es sinnvoll sein, Barbestände oder Wertpapiere aus dem Unternehmen zu entnehmen. Denn das Unternehmen muss Einkünfte daraus mit bis zu 45% Einkommensteuer als gewerbliche Einkünfte versteuern, Privatanleger nur mit Abgeltungssteuer zu 25%.

Round Table

Wir sprechen über diese Themen in unseren Round Table Treffen zu recht.privat. Der Round Table ist eine Aktion von Herfurth & Partner und dient der Aufklärung und Absicherung von Wünschen und Entscheidungen in der Familie im Zusammenhang mit Vermögen, Vorsorge und Nachfolge.

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Publikationen

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Ihre Ratgeberin

Angelika Herfurth,
Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht

 

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